Vreden – „So schön, schön war die Zeit“ – mit diesem Schlagerrefrain auf den Lippen näherten sich die Reisegruppe am vergangenen Samstag gegen Mitternacht wieder Vreden. Eine Pilgerin hatte die Liedstrophen umgedichtet und so die Erlebnisse der sechstägigen Pfarrwallfahrt von St. Georg zusammengefasst. 45 Teilnehmer aus Stadt und Kirchdörfern waren in der Frühe des 4. April anlässlich des außerordentlichen hl. Jahres der Barmherzigkeit unter der Reisleitung von Jutta Winkelhaus in die Ewige Stadt aufgebrochen.

Neben den „üblichen“ Besichtigungen der römischen Kirchen und Sehenswürdigkeiten (antike Gebäude, Plätze und Brunnen) stand deshalb der Pilgeraspekt im Vordergrund. Bewusst zog die Gruppe durch die hl. Pforten in alle päpstlichen Hauptkirchen ein – St. Paul vor den Mauern, Petersdom, Lateran und Maria Maggiore. Dort wurde dann jeweils auch eine Messe gefeiert, die Pfr. Wachtel thematisch passend zum hl. Jahr gestaltet hatte. Am Mittwoch nahm die Gruppe an der Generalaudienz von Papst Franziskus auf dem Petersplatz teil und bekam mit mehreren Zehntausend weiterer Besucher zugleich einen unmittelbaren Eindruck von Weltkirche.

Nicht nur die Wetterlage in Rom war in den Pilgertagen warm und sonnig, auch die Gruppenmitglieder wurden schnell warm miteinander, so dass sich neue Bekanntschaften und auch gute Gespräche unterwegs oder beim abendlichen „Pilgerbier“ ergaben. Freie Zeit zwischendurch bot die Gelegenheit, eigene Eindrücke von Rom zu sammeln und auch Nebenstraßen zu erkunden. Die Vredener erfuhren zudem, in welcher Kirche Pfr. Wachtel zum Priester geweiht wurde und wo das Grab der Vredener Stiftspatronin Felizitas zu finden ist.

Für die Feier des letzten Abends hatte die Pilgerstelle Münster etwas Besonderes vorbereitet. Es gab ein mehrgängiges Abendessen in einem römischen Adelspalast, wo Ordensschwestern aus verschiedenen Ländern kochten. Malerisch waren sie in Festgewänder aus ihren afrikanischen oder asiatischen Heimtatländern gekleidet und sangen zum Schluss für ihre Gäste.

Mit vielen Eindrücken und Erlebnisse und mit vielen Bildern in den Fotoapparaten und vor allem in den Herzen kam die Vredener Pilgerguppe aus Rom zurück. Nach der Reise bleibt allen jetzt zuerst die Vorfreude aufs Nachtreffen.