Wir sind dann mal wieder da

Von ihrem 11tägigen Jakobusweg auf der Via de la Plata von Sevilla nach Santiago de Compostela kehrten jetzt 28 Pilgerinnen und Pilger des KAB-Bezirksverbandes Hamm-Münster-Warendorf wohlbehalten zurück. Unter der Leitung vom ehemaligen KAB-Bezirkssekretär Franz Josef Nordhaus (Hamm-Norden) und KAB-Präses Pfarrer em. Paul Markfort (Hamm-Heessen) sowie der ortskundigen Wegbegleiterin Petra Schmitz, wurden 120 km zu Fuß und die restlichen 1260 km mit dem Bus in Spanien zurückgelegt. Die Emmaus-Diözesanpilgerstelle Münster hatte dafür in bewährter Weise die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen.

Unter dem Leitwort „Der Weg ist das Ziel“ gab es zahlreiche Erlebnisse, Begegnungen und Eindrücke sowie Impulse und Gottesdienste, welche die Teilnehmer zu echten Jakobuspilgern werden ließen.
Oft wurde auf dem Camino der Pilgergruß „Ultreja“ – „Mutig voran“ ausgetauscht.
Dabei war das Zusammentreffen mit Jose Maria, einem jungen Fahrradpilger aus Portugal, besonders intensiv. Mehrmals kann es auch zu freundlichen Gesprächen mit spanischen Frauen und Männern, welche einige Jahre in Deutschland gearbeitet haben und nun wieder zu Hause leben und arbeiten.
Die hohe Arbeitslosigkeit und insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit von zur Zeit 55,5 % nahmen die Pilger mit ins Gebet.
In der Mittagszeit wurde jeweils auf dem Weg ein Picknick mit regionalen Produkten verzehrt. Die Zutaten dafür wurden auf die vorhandenen Rucksäcke aufgeteilt.

Ein uralter Brauch ist die Titelvergabe einer Pilgerkönigin und eines Pilgerkönigs. Diesen erhalten diejenigen die vom Monto del Gozo, dem Berg der Freude, zuerst die Spitzen der Kathedrale von Santiago de Compostela mit den Reliquien des Apostels Jakobus des Älteren erblicken. Die beiden aktiven KAB-Mitglieder Käthe Nülens und Anton Kiwitt aus dem Hammer Norden hatten den richtigen Blick und errangen die Würde.
Aber auch das Ziel bot noch einige Überraschungen. Beim Pilgergottesdienst in der Kathedrale war das große Weihrauchfass in unmittelbarer Nähe einiger Teilnehmer in Aktion. Dies dient u.a. bis heute der Neutralisierung der nicht immer angenehmen Gerüche der oft viele Monate unterwegs gewesenen Pilger.

Man sagt: Auf dem Jakobusweg wird in Deinem Innern eine Glocke angeschlagen, die künftig deinen Lebensweg begleitet. Doch wenn sie einmal ganz verstummt, dann wird es Zeit für Dich, erneut aufzubrechen.
Der Jakobusweg beginnt vor unserer Haustür.
(Verfasser: Franz-Josef Nordhaus)