Wenn es stimmt, das der hl. Petrus als Schlüsselträger des Himmels auch für das Wetter zuständig sein sollte, dann hat er es in der Osterwoche mit 27 Wallfahrern aus Gescher außergewöhnlich gut gemeint. Bei eher sommerlichem Wetter und Temperaturen bis zu 25 Grad konnten diese in sechs Tagen die italienische Hauptstadt Rom mit ihren weltbekannten christlichen Heiligtümern und zahlreichen kulturellen Höhepunkten kennen und lieben lernen.

Sowohl die zentral gelegene, kirchliche Hotelanlage „Casa tra noi“ als auch der sachkundige und äußerst humorvolle Stadtführer Jörg Schaden trugen dazu bei, dass die Tage ein positives Erlebnis wurden. Zudem war es schon beeindruckend, wie viele Touristen und Wallfahrer die Plätze und Kirchen der Stadt füllten. Der Gang durch die „Heiligen Pforten“ von St. Peter und den anderen Patriarchalbasiliken St. Paul vor den Mauern, St. Johannes im Lateran und St. Maria Maggiore, sowie die Gottesdienste, die Pfarrer Ralph Forthaus in all diesen wichtigen Gotteshäusern mit den Gescheraner Gläubigen in deutscher Sprache feiern konnte, waren Momente, die vielen Wallfahrern nahe gingen. Ganz zu schweigen von der Begegnung mit Papst Franziskus während der wöchentlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz. „Was wir brauchen, um zu leben, ist die Vergebung und die Befreiung vom Bösen und seinen todbringenden Folgen. Der Herr ist größer als unsere Sünde. Vergeben heißt für Gott, uns die Gewissheit zu schenken, dass er uns nie verlässt.“ Diese Worte von Franziskus werden sich tief in die Herzen der anwesenden Gläubigen eingegraben haben.

Ein weiterer bewegender Moment für die Wallfahrtsgruppe war der Besuch der Basilika St. Pancratio, die über dem Grab des Kirchen- und Pfarrpatrons von Gescher errichtet wurde. Der Gruppe von Pfarrer Ralph Forthaus wurde ermöglicht, am Hauptaltar der Basilika, unter dem sich der Sarkophag des Heiligen befindet, die Messe zu feiern und die dabei die ganze Pfarrgemeinde ins Gebet einzubeziehen.

Alle Teilnehmer an der Wallfahrt waren sich letztendlich einig: Eine so schöne und intensive Zeit muss als Geschenk Gottes verstanden werden.